Mittwoch, Juli 16, 2003

Irland. Haus. Allein.

nach eine odyseeischen reise, die insgesamt um die zweiundvierzig stunden gedauert hat bin ich near ramelton.

zweiundvierzig stunden? sowas entwickelt sich, wie mir jetzt klar ist, ganz leicht aus einer dreieinhalb-stuendigen verspaetung des fliegers nach reisestation eins (london) in verbindung mit dem umstand, dass es sich um einen billigflieger handelt. nach besagter verspaeteten ankunft in london und dem damit verpassten anschlussflug nach dublin blieb nichts, als auf dem flughafen zu uebernaechtigen und sich frueh um fuenf des naechsten morgens in die schlange am ticketschalter besagter billig-airline einzuordnen (england! ohne schlange gibts da nix, wie in der zone...), von eher angestrengten schalterbeamten einen ersatzflug um sieben uhr angeboten zu bekommen, und mit entsprechendem ticket am check-in abgewiesen zu werden, denn mit meinem ticket war der flug dann um genau eine person ueberbucht. danke.

dass dann doch augrund nichterscheinens zweier reservateure plaetze frei wurden spielte insofern keine rolle, als das von den zwei plaetzen einer mit einem standbyling belegt wurde, dem zweiten aber vor der nase der check-in schalter geschlossen wurde. mir. company policy. puenktlichkeit geht vor auslastung. an sich lobenswert, wenn nur nicht vorgestern abend ebendiese policy um dreieinhalb stunden verfehlt worden waere.

wie um murphys law zu bestaetigen war jeder der um die zwanzig fluege des billigfliegers nach irland an diesem tag ausgebucht - bis auf zwei. einer nach cork, sechs busstunden von meinem bestimmungsort, letterkenny, entfernt, ankunft um 19:00, damit ausgeschieden, einer nach shannon, zwei oder drei busstunden von letterkenny entfernt, ankunft um 22:00, damit noch mehr ausgechieden (denn um 22:00 ist shannon busfahplangemaess ploetzlich ca. zwoelf stunden von letterkenny entfernt).

nun, das waere mir persoenlich ja eher egal gewesen, nur weg aus london, aber flogen doch die beiden besitzer des hauses, dass mir den naechsten monat anvertraut sein wird, schon um neun uhr in der frueh derselbst weg, und man wollte sich schon nochmal treffen, zur schluesseluebergabe wenigstens.

also, blieb mir nichts uebrig, als das flugzeug am naechsten morgen (= zwei naechte im flughafen schlafen!) zu dem flugplatz zu nehmen, das auf dem rueckweg nach london meine beiden hausbesitzer an bord nehmen wuerde (dougal und deirdre mit namen (und das versuchen wir jetzt mal auszusprechen)) - um sich mit den beiden wenigstens auf ein wort am flughafen zu treffen - meinen transport zum haus zu uebernehmen, hatte sich gluecklicherweise deidre's vater bereiterklaert.

dem umstand, dass sich mein checkout und d&d's checkin exakt ueberlagerten haben wir es zu verdanken, dass ich d&d's haus bewohne (und sie fuer ein paar tage meine wohnung) ohne uns je von angesicht begegnet zu sein.

auch doom, the dog,wurde ich nur ueber d's vater vorgestellt, was bis jetzt jedoch noch zu keiner offensichtlichen abneigung gefuehrt hat.

im gegenteil, ein sehr wohlerzogener hund, das, hoert so ganz schoen fast aufs wort, ist aber leider nicht nur damit das ganze gegenteil meines gewohnten haustieres - nein es laesst sich auch von superwinzigen fotzenschleckern in die flucht schlagen - aber d&d waren wohl schon beim tierarzt, der dem hund bei nem blick in die augen schon ein "geringes selbstvertrauen" weissgesagt hat. und dann nennen die den armen kerl "doom" !!







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