Mittwoch, Juli 30, 2003

ich habe meinen ersten hund gewaschen. das heisst als ich das tier in der wanne hatte kamen mir immer mehr zweifel ob's ein solcher waere. das problem ist, dass dem hund doom schwarz-weisse befellung zu eigen ist - was dem tier offenbar zu einem selbstfindungsproblem geriet. er bellt nicht nur den ganzen lieben langen tag die kuehe hinterm haus an (uebrigens nur schwarz-weisse, kommt man an eine wiese mit braunem gemuhe schweigt das tier) er waelzt sich auch kuhhaft in allem was kuehe so hinterlassen. als er nun vorgester ins haus kam und nach verbrannter plastik stank (weiss ich was die kuehe hier widerkaeuen..) und alles weisse am fell guellegruen war blieb mir nichts als den kerl zu waschen. aber was aus in fell festgetrocknetem gestank unter wassereinwirkung wird kann man sich vorstellen. mir war kurz wie auf den hund brechen. nicht dass das einen unterschied gemacht haette (oder den hund gestoert). jetzt riecht er nach aromatherapie von palmolive. hoffentlich wird er mir nich schwul.

achso, ja.. alles noch dran. weil die bierbomben (ich habe mich erkundigt, die flaschen enthalten solches aus ingwer- und brennessel (aecks)) noch nicht entschaerft sind. heute kommt der dux, der kennt sich mit gefaehrlichem aus, wer erinnere sich nicht gerne an feuerzangenbowlen mit kunststueckchen aus der pyromanische krabbelkiste.

das heisst aber auch, das updates hier eventuell seltener werden. aber vielleicht auch nicht.

Donnerstag, Juli 24, 2003

nee, diese iren. komme ich vorgestern nachmittag zurueck ins haus vom radfahrn und bemerke einen nassen fleck auf dem fussboden. denk ich, na holla, hat sich der hund erleichtert. rieche dran, es riecht nach obstwein! oha. ein hund der obstwein seescht!

da faellt mir aber ein, dass mir am tag meiner ankunft hier, in der ersten etage, in der sich der schlafraum befindet, den ich allerdings nicht benutze (ich hab ein bequemes bett unten vorm fernseher), ein paar kaesten mit limonadeflaschen aufgefallen waren. allerdings waren die kronkorken alle etwas "unindustriell" aufgebracht worden. und da schwante es mir. der hausherr macht hier sekt. oder was auch immer. auf alle faelle was mit zuviel kohlensaeure.

ok, ich raeume also die zerborstene flasche weg. heute morgen jedoch, werde ich von einer explosion geweckt. einer explosion. nichts weniger. sivesterknaller? fehlzuendung? kabelbruch im line-in einer voll aufgefahrenen anlage? pah! alles pillepalle im vergleich zu diesem RUMMS. und das ganze genau zwei meter ueber meinem kopf. zwei sekunden nach der explosion troepfelte es froehlich durch die dielen neben mein bett und es begann lecker nach vergorenem zu duften.

ok, nach duschen, kaffeetrinken (irish auf den schreck) und fruehstuecken will ich mich gerade auf den weg machen mir die sache mal naeher anzukucken, BANG, wieder eine flasche. ich setz mir also nen motoradhelm auf, ziehe mir gummistiefel und ne dicke regenjacke an und kuck mir die bescherung mal an. splitterbombe! ueberall scherben, verteilt im gesamten drei mal drei meter grossen schlafzimmer. belfast at home!

tja, nun bin ich hier also am planen, die sache bomb-squad maessig zu beseitigen. einsatzbeginn morgen 10:00 GMT. wenn ihr nichts mehr von mir hoert, hats mich erwischt. machts gut!


Mittwoch, Juli 23, 2003

ich habe mich, nach reiflicher ueberlegung, und auch wenn ich im ergebnis dieser ueberlegungen nie wieder so schlank und rank sein werde, wie man mich kennt, also, ich habe mich entschlossen, hier im von der heimat des sandwiches so beeinflussten irland, ebendieses kongeniale brotgericht des sonst kulinarisch eher unterbelichteten englaenders (s.u.) zu erforschen, zu erleben, ja zu geniesen. hier erste ergebnisse:

sandwich "march":

- eine scheibe schlabberigen sandwichbrotes (in D am besten das mit den americafahnen aufm beutel, gibts im plus)
belege man uebereinander mit::
- einer duennen schicht mayonaise
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- frischem gekochten huehnchenfleisch, viel
- groben brocken cheddarkaeses
- frischem gestossenem pfeffer
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- einer duennen schicht mayonaise
- einer scheibe schlabberigen sandwichbrotes

zusammenquetschen, diagonal halbieren, in grossen bissen essen.

sandwich "maggy":

- eine scheibe schlabberigen sandwichbrotes
belege man uebereinander mit:
- einer duennen schicht mayonaise
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- thunfisch aus der dose, abgetropft, viel
- erbsen aus der dose, nur'n paar
- frischen oder getrockneten chillischoten, gehackt, je nach mut
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- einer duennen schicht mayonaise
- einer scheibe schlabberigen sandwichbrotes

zusammenquetschen, diagonal halbieren, in grossen bissen essen.

sandwich "bart":

- eine scheibe schlabberigen sandwichbrotes
belege man uebereinander mit:
- erdnussbutter mit stuecken
- einem hauch (!) orangenmarmelade, grob
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- frischem gekochten huehnchenfleisch, viel
- kleingehackten chillis oder besser chillipaste oder aiwar (mehr geschmack statt schaerfe)
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- einem hauch (!) orangenmarmelade, grob
- erdnussbutter mit stuecken
- einer scheibe schlabberigen sandwichbrotes

zusammenquetschen, diagonal halbieren, in grossen bissen essen.

...und, kroenend, schlussendlich der "homer" unter den sandwiches:

- eine scheibe schlabberigen sandwichbrotes
belege man uebereinander mit:
- einer duennen schicht mayonaise
- einer duennen schicht schmelzkaese mit schinkengeschmack
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- viel duennem kochschinken, der gepresste billige, der is duenner, nich der vom fleischer..
- dicken "cheese 'n onion" chips (in D am besten pringels, hier gibts fuer sowas "real mc coys")
- kleinzerpflueckten inneren salatblaettern
- einer duennen schicht schmelzkaese
- einer duennen schicht mayonaise
- einer scheibe schlabberigen sandwichbrotes

zusammenquetschen, diagonal halbieren, in besonders grossen bissen essen.

und? hunger?

hehe..

Montag, Juli 21, 2003

in irland wird man fett und freundlich (beides je nach anlage natuerlich). fett, weil die eng-/irlaender zwar keine schokolade machen koennen, jedoch in der lage sind das hinter addiktivsten schokoriegelkrationen zu verbergen. mit waffeln. mit biscuit. mit biscuit und waffeln, mit biscuit und rosinen. - zum platzen. dazu noch der schwimmringerzeuger fuer den die englaender mit recht beruehmt sind, toffees in allen richtungen.

schlussendlich bringen dich die versorgungsnotwendigkeiten ueber paarunddreissig stunden auf einem englischen flughafen zurueck auf den rechten weg - den des lord sandwich. nur hier gibt es das zu sonst nichts anderem verwendbare schlabberige und geschmacksneutrale brot, nur hier werden truthahn- und huhnpasteten, roast- wie corned beef, ham und bacon so hauchduenn geschnitten, dass sie, in notwendig uebergrossen mengen aufgeschichtet doch nicht zu cholesterol schmecken, selbst der salat scheint gruener und wenn man geduldig ist, findet man mayonaise, die einem den verdauungstrakt nicht unterm hals wegfrisst (s.u.). und, man lernt nie aus, es gibt hervorragenden englischen senf. die farbe scheint nicht ganz unbedenklich (und taucht im hiesigen alltag sonst nur als markierende warnung auf bordsteinen im parkverbotsbereichen auf), seine schaerfe jedoch ist koestlich, sein geschmack sonderbar interessant. all dies mit erlernbarer kunstfertigkeit mehrmals taeglich kombiniert und verspeisst fuehrt zu fetter freundlichkeit -

- und die braucht man, weil man hier staendig gruessen muss. und grinsen auch, schon um um verzeihung fuer den hemmungen hundepsychologischer natur kompensierenden hund doom zu bitten. er tut zwar nix, tut aber auch nix dazu, so zu tun, als taet' er nix.

was im uebrigen das fachpersonal im supermarkt an der shelltankstelle gleich um die ecke da redet ist nix was ethnologen oder linguisten je gehoert haetten, es ist shellisch:

"hr schni a baeg?"
"nene, ich hab den rucksack dabei."
"hr s wochm i schaeggt?"
"naja, man weiss ja nie obs gleich regnet, besser man hat da ne jacke dabei"
"rcht, rcht, kwot micks waedd' !"
"jaja, sagen sie im fernshen ja jeden tag..."
"bae bae!"
"bye bye!"

Samstag, Juli 19, 2003

wetter. in dieser wetterkueche einen wetterbericht zu erstellen kann man ja eigentlich sein lassen, aber a) ist wetter hier gespraechsthema no 1 und b) verlangt die westliche welt eine fuenftage-prognose auch in gegenden in denen auf fuenfminuten-prognosen keiner einen penny verwetten wuerde. also beherschen die beiden "M"s die wettervorhersage. "maybe showers/rain/sunshine" und "mixed weather". illustriert wird das ganze mit einer karte fuer den vormittag, mit, sagen wir, zehn symbolen fuer die einzelnen inselregionen, dasselbe nochmal fuer den nachmittag - und hinterher noch eine karte mit nur noch einem symbol fuer die ganze insel, sozusagen das durchschnittswetter. in 80% der faelle ist das eine dunkle wolke mit einer hellen wolke, unten kommt regen raus, oben sonne. aha.

apropos aha. es gibt ja noch beklopptere sportarten hier. fussball mit der hand. alles ist wie beim fussball, tor, ball, mannschaft - einziger unterschied ist, dass hinter den toren die hierzulande augenscheinlich unvermeidlichen rugbystangen stehen und - dass man den ball auch in die hand nehmen kann. kommentiert wird diesmal konsequenterweise gleich in gaellisch. wie man sich vorstellen kann, sieht das ganze aus, als spielten da kinder, die die sinn- wie namensgebende selbstbeschraenkung des fussballsports den ball nur mit dem fuss zu treten noch nicht ganz begriffen haben und die deshalb staendig zwischen der bequemen kontrollierbarkeit des balles beim fuehren mit der hand und diesem geilen gefuehl wenn man den ball mal so richtig volley in die gegend pfeffern kann schwanken. da die spielenden jungs aber rein aeusserlich eindeutig ausgewachsene mannsbilder sind, sieht das alles aus wie sport im irrenhaus - und der patient ohne zunge darf am mikro einen sportreporter imitieren. hehe.

Freitag, Juli 18, 2003

kochsendungen in irland. alle klischees erfuellt. da werden schweinesteaks bei grosser hitze schwarz gebraten, dann mit einer marinade aufgegossen und "mindestens 25 minuten gekocht" damit sie "innen auf gar keinen fall mehr roh sind". grossartig.

auch apfelstuecken kann man in einer pfanne schwarz braten. dazu ein halbes baguette in die pfanne legen. richtig. auch schwarzwerden lassen. dann die aepfel auf die baguetthaelfte legen und schinken obendrauf. den allerding hatte die uschi glass des irischen fernsehens vergessen anzukohlen.

auch chickenbeine werden in einer pfanne angebraten die "so heiss wie moeglich ist". "halte die temperatur so hoch wie moeglich" weisst uschi glass an. richtig. damit sie schwarze flecken bekommen.

kalte kueche. gefahr vorbei? noe, denn es werden baguettes mit mayonaise gebaut. egal was ganz obendrauf kommt, drunter kommt ein halber zentimeter mayonaise.

ueberhaupt. mayonaise. genauso wie mehrhundertrpozentig uebersaeuerte essig-chips gegessen werden, kauft man eine mayonaise, egal ob "nach originalrezept" oder "spezialrezept" oder "chef's rezept" - es ist mindestens doppelt so viel essig drin wie vom arzt verboten. ich hab heute die dritte gekauft. die heisst salatsosse und geht halbwegs.

und das ganze elend bei an sich herrlichen zutaten... die chickenbeine die ich gerade zu suppe verarbeite, stinknormale gefrostete dinger - ein geschmack! herrlich!

eigentlich sind die ja fuer den hund gedacht, denn d&d sind veggies. heute gibts nur haut, doom.

und mit grund. denn der hund wurde heute leicht schwierig als er, auf dem weg zum einkaufsparadies shell-tankstelle (ohne ironie) von den beiden gleich daneben liegenden fotzenschleckern, diesmal im team, angefallen wurde, was ihm nix tut, aber ich nehme ihn dann immer doch an die leine, a) weiss ich ja nich was der denen tut, und dann is der bloeder hundenazi dran schuld und b) is an der tankstelle natuerlich, richtig, die strasse. aber einen erwachsenen mittelgrossen hund im angesicht zweier fettgefressener fotzenschlecker an die leine zu nehmen is verstaendlicherweise aeusserst frustrierend fuer den armen kerl. also lass ich ihn auf dem ruckweg nach abschreiten der fotzenschleckergaerten schnell wieder von der leine. nur ist in dem wochentags verwaisten grundstueck, gleich neben "meinem", wochenends besuch da. jo. mit fotzenschlecker. und der war natuerlich faellig. tja, was hies noch mal "bei fuss"? und warum hoert der koeter das nich? und "doom" wird nunmal im bassbereich der menschlichen stimme intoniert, was wegen des vergroesserten luftausstossloches, das der hals da bildet, leider immens auf die lautstaerke schlaegt. als ich das alles realisiert hatte schliff der hund doom den fotzenschlecker bereits durch den hof, ich den hund doom darauf in unseren hof um ihn festzuketten, die tueren zu schliessen und zu hoffen dass uns keiner gesehn hat. hehe..


Donnerstag, Juli 17, 2003

hehe. irische streiks: statt streikend einfach nicht zur arbeit zu gehen, wie ueberall auf der welt, nehmen die angestellten der hiesigen transportunternehmen morgen den ganzen tag lang einfach kein geld fuer die fahrkarten an. sprich jeder kann umsonst fahrn. und das macht dann wahrscheinlich morgen hier auch jeder ire...

wenn das vehicle denn faehrt. man erinnere sich, dass die letzttaegigen odyseen mit dem versagen irischer verkehrsunternehmen zu tun hatten. passenderweise berichtet mr. somerfield in der leserbriefecke der heutigen "irish times" gerade von seinen praegenden erlebenissen, letztens in der schweiz, als bei heftigsten stundenlangen gewittern ebenda das licht nur einmal kurz flackerte, als ein blitz gleich nebenan einschlug, ansonsten aber das leben seinen gewohnten gang ging, trolleybusse fuhren, cafes geoeffnet hatten etc. - und vergleicht das mit den leistungen der irischen elektrizitaetsgesellschaft die es offenbar fertig bringt, ganze strassenzuege selbst bei kleineren gewittern fuer einen tag ohne strom zu belassen - na da sollte man doch gleich mal kerzen holen. denn nachdem gestern abend beim ersten irischen fernsehen fuer vier stunden der ton ausgefallen war (ok, er war ein paar mal zwischendurch da, aber an dem laufenden film hatten nur gehoerlose wirklich freude), das zweite irische fernsehen waehrend derselben zeit ein paar mal ganz ausfiel und heute frueh fuer zwei stunden keines der beiden sonst erreichbaren handynetze zur verfuegung stand - und das bei, zumindest hier im noerdlichen irland, strahlendem wetter - erwart man den ersten stromausfall nunmehr stuendlich...

zumal dieser gerade jetzt am fruehen donnerstag abend, besonders aufregend waere - fuer iren um genau zu sein. denn es sind pokalspiele im fernehn. im hurling. und auch fuer mich waers aergerlich, denn koennte ich doch dann nicht mit eigenen augen sehn was den iren dazu bringt sich mehrseitig taeglich in jeder zeitung mit diesem, aehem, sport auseinander zu setzen.

ok. man nehme: ein rugbystadion (das mit den stangen), setze fussballtore davor, dazu zwanzig zaunslatten, getragen von zwanzig maenner, denen mindestens zwanzig zaehne fehlen (ok, insgesamt...), einen radioreporter, der ein englisch mit irischem akzent plattdeutschen ausmasses spricht (den also ein londoner nicht verstuende).

spielbeginn. der schiedsrichter pfeift, ein mann hat den ball, schmeisst ihn in die luft und haut mit der zaunslatte aus ganzer kraft dran. der ball fliegt, wenn alles gut geht, in richtung gegnerisches tor/rugbystangen. dort sollte sich jetzt einer der eigenen befinden und den ball fangen. wenn nicht, faellt der ball runter. dann rennen alle hin um ihn aufzuheben und haun sich dabei mit den latten. duerfen sie natuerlich nicht. duerfen sie beim eishockey aber auch nicht.

der erste der hinkommt nimmt die murmel auf wie unsereiner den squashball, also mit der latte. dann rennt er los. alle andern hinterher und haun ihn mit den latten. oder rennen ihn um. oder stell'n ihm ein bein. is natuerlich alles verboten. hatt ich schon erzaehlt, dass polsterndes unterm trikot verpoent ist?

beim rennen aber scheint der spieler den ball nicht allzulang in der hand halten zu duerfen. also balanciert er ihn wie beim eierlaufen auf der zaunslatte. ist er in der naehe der gegnerischen rugbystangen/fussballtores hat er zwei moeglichkeiten. er kann den ball in die luft schmeissen und volley mit dem fuss ins tor kicken, das bringt uepsen punkte (fragt mich wieviel, ich hab den mann am mikro nicht verstanden..). oder er schmeisst den ball in die luft und haut ihn mit der zaunslatte zwischen die rugbystangen. das bringt zwar nur einen punkt, hat man doch aber die chance dabei, einem seiner gegner die latte ueber den schaedel zu ziehen. oder seinem mitspieler.

wie das spiel ausging? keine ahnung, das irische fernsehn is grad ausgefallen. diesmal das erste und das zweite...


Mittwoch, Juli 16, 2003

Irland. Haus. Allein.

nach eine odyseeischen reise, die insgesamt um die zweiundvierzig stunden gedauert hat bin ich near ramelton.

zweiundvierzig stunden? sowas entwickelt sich, wie mir jetzt klar ist, ganz leicht aus einer dreieinhalb-stuendigen verspaetung des fliegers nach reisestation eins (london) in verbindung mit dem umstand, dass es sich um einen billigflieger handelt. nach besagter verspaeteten ankunft in london und dem damit verpassten anschlussflug nach dublin blieb nichts, als auf dem flughafen zu uebernaechtigen und sich frueh um fuenf des naechsten morgens in die schlange am ticketschalter besagter billig-airline einzuordnen (england! ohne schlange gibts da nix, wie in der zone...), von eher angestrengten schalterbeamten einen ersatzflug um sieben uhr angeboten zu bekommen, und mit entsprechendem ticket am check-in abgewiesen zu werden, denn mit meinem ticket war der flug dann um genau eine person ueberbucht. danke.

dass dann doch augrund nichterscheinens zweier reservateure plaetze frei wurden spielte insofern keine rolle, als das von den zwei plaetzen einer mit einem standbyling belegt wurde, dem zweiten aber vor der nase der check-in schalter geschlossen wurde. mir. company policy. puenktlichkeit geht vor auslastung. an sich lobenswert, wenn nur nicht vorgestern abend ebendiese policy um dreieinhalb stunden verfehlt worden waere.

wie um murphys law zu bestaetigen war jeder der um die zwanzig fluege des billigfliegers nach irland an diesem tag ausgebucht - bis auf zwei. einer nach cork, sechs busstunden von meinem bestimmungsort, letterkenny, entfernt, ankunft um 19:00, damit ausgeschieden, einer nach shannon, zwei oder drei busstunden von letterkenny entfernt, ankunft um 22:00, damit noch mehr ausgechieden (denn um 22:00 ist shannon busfahplangemaess ploetzlich ca. zwoelf stunden von letterkenny entfernt).

nun, das waere mir persoenlich ja eher egal gewesen, nur weg aus london, aber flogen doch die beiden besitzer des hauses, dass mir den naechsten monat anvertraut sein wird, schon um neun uhr in der frueh derselbst weg, und man wollte sich schon nochmal treffen, zur schluesseluebergabe wenigstens.

also, blieb mir nichts uebrig, als das flugzeug am naechsten morgen (= zwei naechte im flughafen schlafen!) zu dem flugplatz zu nehmen, das auf dem rueckweg nach london meine beiden hausbesitzer an bord nehmen wuerde (dougal und deirdre mit namen (und das versuchen wir jetzt mal auszusprechen)) - um sich mit den beiden wenigstens auf ein wort am flughafen zu treffen - meinen transport zum haus zu uebernehmen, hatte sich gluecklicherweise deidre's vater bereiterklaert.

dem umstand, dass sich mein checkout und d&d's checkin exakt ueberlagerten haben wir es zu verdanken, dass ich d&d's haus bewohne (und sie fuer ein paar tage meine wohnung) ohne uns je von angesicht begegnet zu sein.

auch doom, the dog,wurde ich nur ueber d's vater vorgestellt, was bis jetzt jedoch noch zu keiner offensichtlichen abneigung gefuehrt hat.

im gegenteil, ein sehr wohlerzogener hund, das, hoert so ganz schoen fast aufs wort, ist aber leider nicht nur damit das ganze gegenteil meines gewohnten haustieres - nein es laesst sich auch von superwinzigen fotzenschleckern in die flucht schlagen - aber d&d waren wohl schon beim tierarzt, der dem hund bei nem blick in die augen schon ein "geringes selbstvertrauen" weissgesagt hat. und dann nennen die den armen kerl "doom" !!



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